TABEA

Meine Reise, Yoga in seiner ganzen Tiefe zu entdecken, begann 2023 mit meiner Ausbildung zur Hatha-Yogalehrerin bei Brigitte und Tobias an der Saccidananda Yoga Schule in Berlin-Friedrichshain.
Seitdem hat Yoga mein Leben transformiert, bereichert und auf den Kopf gestellt. Nachdem ich mich intensiv mit Pranayama beschäftigt hatte, lag es nahe, meine Atmung noch tiefer zu erforschen.
2025 bildete ich mich zur Breathwork Facilitatorin und Atemtherapeutin bei Klaus und Vidya von naou aus, um die kraftvollen Tools der Atmung nicht nur für mich selbst zu nutzen, sondern auch an andere weiterzugeben.



Yoga als Weg in meinen Körper. Yoga als Erfüllung des Auftrages von meinem Leben.
Sinnsuche
Nach einer Phase der Sinnsuche und dem Gefühl, in meinem Leben festzustecken, habe ich Yoga gefunden – oder besser gesagt: Yoga war eigentlich schon immer da. Es war nie weg. Aber wie wir alle aus dem Leben mit seinen Höhen und Tiefen wissen, gibt es Phasen, in denen Dinge präsenter sind, und andere, in denen sie wieder in den Hintergrund treten. So verlief auch meine Beziehung zu Yoga.
Mit 15 Jahren nahm ich an meiner ersten Yogastunde teil. Glücklicherweise lebte ich nur einen Ort weiter neben dem Yoga Vidya Ashram in Bad Meinberg und konnte so einen vollumfänglichen Einstieg ins Yoga erleben. Nein, das war es wirklich noch nicht – ich war erst 15 und mitten in der Pubertät.
Spiritualität
Was die Essenz von Yoga für mich sein sollte, konnte ich während meiner ersten Vorwärtsbeugen und des herabschauenden Hundes noch gar nicht ahnen. Dennoch war der Grundstein gelegt. Yoga blieb – vor allem zuhause auf meiner Matte und über YouTube mit Yoga With Adriene (wir kennen sie alle?) – ein fester Bestandteil meines Lebens.
Langsam öffneten sich die Tore zur spirituellen Welt und zum Erleben von etwas, das ich gerne als „Größer als wir“ bezeichne. Meine Verbindung zu feinstofflichen Wesen baute sich schleichend auf – und löste sich genauso allmählich wieder.
Bewusstsein
Das Feld der Selbstentfaltung und Persönlichkeitsentwicklung rückte mehr in den Fokus, schließlich war ich in meinen Zwanzigern und hatte Mühe herauszufinden, wer ich wirklich bin. Ob ich das mit Anfang 30 besser weiß, sei dahingestellt. Dennoch half es mir enorm, Tools zu entwickeln – oder besser gesagt, zu erkennen, welche Tools ich eigentlich mit auf diese Welt gebracht habe.
Meine Sensibilität habe ich lange als anstrengend empfunden. Heute ist sie im Unterrichten von Yoga und in meiner atemtherapeutischen Arbeit meine größte Stärke, um zu verstehen, was die Menschen, die sich mir anvertrauen, wirklich brauchen, damit sie sich sicherer fühlen.
Bewusstseinsarbeit ist das Stichwort. Seitdem ich meinen Atem in meine tägliche Praxis eingebunden habe, beginnt die Entdeckungsreise meines Selbst erst so richtig. Yoga und Breathwork sind für mich der Weg zurück in meinen Körper und zugleich ein Weg in meine Bewusstwerdung.
Als absolut rationaler Kopfmensch war dies der beste Ausgleich, der mir passieren konnte. Ich möchte das logische Denken keineswegs verurteilen – es hat mir in meiner ersten beruflichen Laufbahn ein Leben ermöglicht, ohne das ich heute wahrscheinlich nicht meinen spirituellen Weg vertiefen könnte. Gleichzeitig geht es um Balance: Zu viel Abdriften in höhere Welten und meine erdverbundene Natur holt mich immer wieder ins reale Leben zurück.
Atem
Yoga hat mich in seiner allumfassenden Form – über Pranayama – auf Breathwork aufmerksam gemacht. Meine Neugier war geweckt, denn Breathwork geht für mein Erleben tiefer und ist freier.
Es zog mich dahin, mich in meiner Vollständigkeit kennenzulernen – und ebenso all das zu entdecken, was mich davon abhält, wirklich ich selbst zu sein. Schnell wurde klar: Breathwork ist ideal. Und gleichzeitig so wunderbar einfach. Mein Atem ist immer da – dieser wundervolle Atem hat mich durch unzählige transformierende Prozesse geführt, die mein Leben bereichern und mir helfen, mein Potenzial zu leben.
Genau das möchte ich hier weitergeben: Ich höre hin, lasse mich von der Stimme in mir leiten und lasse den Prozess des Lebens geschehen.
Meine Vision
Yoga ist für mich nicht „nur“ die körperliche Praxis mit Fitness- oder Wellness-Charakter. Wobei – wenn wir ehrlich sind – darf es manchmal auch einfach genau das sein.
Yoga ist Bewusstsein. Das bewusste Zuhören meines Selbst, meiner Mitmenschen und der Natur. Das Erspüren dessen, was größer ist als wir. Die Natur achten und bewahren.
Yoga ist Haltung. Wie ich auf der Matte mit Herausforderungen umgehe, spiegelt sich auch in meinem alltäglichen Leben wider.
Yoga ist Verantwortung. Schon in den Yoga Sutras – einer der ältesten Yogaschriften – wird Yoga im Kontext sozialer Verantwortung praktiziert. Die Yamas und Niyamas beziehen sich auf meine Eigenverantwortung: die Selbsterforschung darüber, was sich stimmig anfühlt. Möchte ich, dass das, was ich für mich herausnehme, auch für alle anderen allgemeingültig wird?
Yoga ist, was ich daraus mache. Schon all die Yogalehrer*innen vor uns haben das getan. Yoga ist ein „Shapeshifter“ – es kann alles sein, wofür wir es uns auslegen.
